Asanas

Halber Drehsitz - Ardha Matsyendrasana

 

Wirkungen:

 

körperlich

mobilisiert Wirbelsäule, Schultergürtel und Hüftgelenke
stimuliert die Verdauung, Leber und Nieren
kann Verspannungen und Schmerzen im Rücken lindern

 

energetisch

aktiviert das Sonnengeflecht und erweckt die Kundalini (Lebensenergie)

 

geistig

stressabbauend, nervenstärkend, beruhigend, harmonisierend.

Gibt die Kraft, im inneren Gleichgewicht zu bleiben, auch wenn äußere Umstände sich ändern. Wir richten die Wirbelsäule auf, das bedeutet auch unsere Aufrichtigkeit zu uns selbst.  Würdevoll und mit Wertschätzung begegnen wir uns selbst, stehen zu unseren persönlichen Prinzipien. Dabei sind wir aber nicht starr, sondern wenden uns anderen Seiten, anderen Wesen, anderen Ansichten zu, halten den Geist flexibel.

Anleitung:

  • Du beginnst im Fersensitz.
  • Setzte Dich links neben Deine Fersen.
  • Setze dann den rechten Fuß möglichst dicht beim Körper außen neben das linke Bein. Das rechte Knie zeigt zur Zimmerdecke.
  • Ziehe das Sitzfleisch mit den Händen etwas nach hinten-außen und richte das Becken neutral aus, sodass beide Sitzbeinhöcker gleichmäßigen Bodenkontakt haben.
  • Wenn Du das Becken nicht neutral ausrichten kannst, liegt das i.d.R. an verkürzter Muskulatur im Gesäß- und Hüftbereich. Dann strecke das untere Bein (in diesem Fall das linke) gerade auf dem Boden aus. Den linken Fuß hälst du geflext.
  • Mit einer tiefen Einatmung richte den Rumpf gerade auf, Scheitel spürt zur Zimmerdecke.
  • Dann drehe den Rumpf nach rechts zum aufgestellten Bein. Schlinge den linken Arm locker um das aufgestellte Knie.
  • Mit der nächsten Einatmung führst Du die rechte Hand über einen hohen Bogen - der Blick folgt der Hand - nach oben und legst Sie hinter dem Körper auf den Boden ab.
  • Der Kopf ist neutral auf der Wirbelsäule und folgt der Drehung, halte das Kinn parallel zum Boden.
  • Es gibt verschiedenen Variationen für den linken Arm, wenn die Drehung leicht fällt. Z.B. kannst Du, wie in dem Bild gezeigt, den linken Ellbogen an die Außenseite des rechten Knies bringen und die Hand am Boden auflegen.
  • Mit jeder Einatmung wächst Du nach oben und schiebst die Finger der stützenden rechten Hand nach unten.
  • Mit jeder Ausatmung löst Du den Rumpf von unten nach oben in die Drehung hinein. Der Rumpf wird durch die Muskeln des Brustkorbs gedreht, nicht durch Zug mit dem linken Arm am rechten Knie.
  • Achte darauf, die Drehung gleichmäßig über die gesamte Wirbelsäule zu verteilen, anstatt vorwiegend im unteren Rücken zu drehen oder die Drehung mit Kopf und Schultern zu forcieren. Achte darauf, dass die Schultern ganz entspannt sind.
  • Atme tief und bewusst und bleibe 30 Sekunden bis 1 Minute in der Haltung.
  • Während Du in der Stellung bleibst, richtest Du Dich mit jeder Einatmung etwas mehr auf. Und mit jeder Ausatmung prüfst Du, ob die Rotation der Wirbelsäule mit Hilfe der Rumpfmuskulatur vergrößert werden kann. Achte darauf, die Schultern zu entspannen.
  • Dann kehre mit einer Einatmung in die Ausgangsposition zurück. Gleiche die Wirbelsäule durch eine Gegendrehung aus und lockere den Körper.
  • Dann baue den Drehsitz zur anderen Seite (in diesem Fall zu linken) auf.